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Pressemitteilung zu Brauchtumszonen in Essen

Liebe Mitglieder,
 
verehrte Freunde der närrischen Brauchtumspflege.
Am gestrigen Montag, 14.02.2022, fand auf Einladung unseres Oberbürgermeisters Thomas Kufen eine Videokonferenz statt, an der neben Christian Kromberg (Vorstand für den Geschäftsbereich Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Essen) auch Vertreter der DEHOGA und des Festkomitees Essener Karneval e.V. teilgenommen haben. Thema dieser Videokonferenz war die Frage, ob über die Karnevalstage in Essen sogenannte Brauchtumszonen eingerichtet werden sollen, oder nicht.
Alle Beteiligten haben sich darauf verständigt, dass man auf die Einrichtung solcher Zonen in Essen verzichten sollte. Eine entsprechende Pressemitteilung der Stadt Essen findet man unter:
 
 
Soviel zu den Fakten.
 
Zu der Begründung, warum das Festkomitee Essener Karneval e.V. die Empfehlung ausgesprochen hat auf die Einrichtung von Brauchtumszonen zu verzichten, folgende Erklärung.
Das Land NRW hatte Kommunen in seiner CoronaSchVO vom 9. Februar die Möglichkeit gegeben, räumlich getrennte Bereiche einzuführen, die das Zusammenkommen von Karnevalistinnen und Karnevalisten unter bestimmten Voraussetzungen regelt.
 
Wir, die organisierten und ehrenamtlich tätigen Karnevalisten in Essen betreiben Brauchtumspflege. Im Rahmen dieser Brauchtumspflege planen und organisierten wir die unterschiedlichsten Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet. Das wir diese für die aktuelle Session freiwillig abgesagt haben, haben wir Karnevalisten uns leider selber zuzuschreiben. Einige Vertreter unserer Zunft haben bei den Gesprächen mit unserer Landesregierung ausgehandelt, dass der Karneval freiwillig auf sämtliche Saalveranstaltungen in der aktuellen Session verzichtet. Damit haben diese „rheinischen Frohnaturen“ allen Karnevalistinnen und Karnevalisten in unserem Land einen Bärendienst erwiesen.
 
Die Einrichtung sogenannter Brauchtumszonen halten wir jedoch für das falsche Signal. Karneval sollte dort gefeiert werden wo er hingehört. Bei den zahlreichen Seniorenveranstaltungen, in Kindergärten, Jugendeinrichtungen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, in Pfarrsälen, großen Eventlocations und auf den Straßen, eben in den Stadtteilen bei und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt –keinesfalls in „Zonen“, wie immer man diese auch nennen mag.
Wir werden in Essen versuchen, wie bereits in der vergangenen Session, dass Beste aus der Situation zu machen und konzentrieren uns bereits heute auf die Session 2022/2023.
Ihnen/Euch allen wünschen wir trotz der widrigen Umstände eine frohe, vor allem aber gesunde Session 2021/2022.
 
Mit karnevalistischen Grüßen
Ihr/Euer
Festkomitee Essener Karneval e.V.