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Das Festkomitee Essener Karneval informiert!!!

In Absprache mit unserer Stadtspitze haben wir uns dazu entschlossen, den Rosenmontagszug in Essen-Rüttenscheid 2022 abzusagen. Grund hierfür ist der aus unserer Sicht nicht zu kontrollierende Zugang der Besucher zu einer solchen Veranstaltung.
Als Zeitpunkt der Verkündung der Abläufe rund um den ROMO-Zug in Essen-Rüttenscheid haben wir bewusst einen Termin nach der letzten Bund-Länder-Konferenz vom 07. Januar 2022 gewählt, weil wir uns ein klares Zeichen der Politik in diesem Zusammenhang erhofft haben, was leider wiedermal ausgeblieben ist.
Es wurde teilweise durch die Medien nicht deutlich kommuniziert, dass es sich bei sämtlichen Absagen karnevalistischer Veranstaltungen in dieser Session, um „freiwillige“ Absagen durch die Veranstalter handelt. (Dachverbände und/oder einzelne Karnevalsgesellschaften)
Grund hierfür ist der getroffene Konsens zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes NRW und einigen Vertretern des organisierten Karnevals Mitte Dezember letzten Jahres.
Die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes NRW lässt ein offizielles Verbot durch unsere Landesregierung nicht zu. Ob sich das nach der kommenden Bund-Länder-Konferenz am 24.01.2022 ändern wird, ist aus unserer Sicht eher unwahrscheinlich.
Um zu verstehen warum in der Session 2021/2022 nicht das möglich ist, was in der vergangenen Session noch möglich war, nämlich ein generelles Verbot für karnevalistische Veranstaltungen aller Art durch die Politik, muss man wohl die Zuständigkeiten bei der finanziellen Unterstützung kennen. (Bund- oder Länderebene)
Fakt ist, dass aufgrund der „freiwilligen“ Absagen die Veranstalter weiterhin in der Verantwortung bleiben, was die Finanzierung der bis zur Absage einer Veranstaltung entstandenen Kosten, wie etwa Saalmieten und Gagen der Künstler betrifft.
Zur finanziellen Unterstützung der Veranstalter wurde durch den Bund ein Sonderfond für Kultur eingerichtet. Um von den Zuschüssen partizipieren zu können, müssen jedoch gewisse Voraussetzungen gegeben sein, die sich u.a. auf den Zeitpunkt der Absage, den Zeitpunkt des begonnenen Kartenverkaufs und auf die Höhe der bis zum Zeitpunkt der Absage einer Veranstaltung entstandenen Kosten beziehen. Ob diese Voraussetzungen von allen Gesellschaften erfüllt werden bleibt abzuwarten. Sicher jedoch ist, dass die möglichen Zuschüsse maximal 90% der entstandenen Kosten abdecken. Für die Gegenfinanzierung der verbleibenden 10% suchen die karnevalistischen Dachverbände, gemeinsam mit unserer Landesregierung, nach Lösungen.
Wir, dass Festkomitee Essener Karneval werden alles dafür tun, dass die Essener Gesellschaften schadlos aus dieser Situation herauskommen. Es kann und darf nicht sein, dass den Vereinen der ehrenamtlich Tätigen Personen im Bereich der karnevalistischen Brauchtumspflege finanzielle Schäden entstehen, weil die Politik nicht in der Lage ist die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Wenn die aktuelle pandemische Situation Veranstaltungen wie Karnevalsbälle und Umzüge nicht zulässt werden wir das selbstverständlich akzeptieren, jedoch muss aus unserer Sicht dann auch eine offizielle Absage durch die Politik erfolgen, geht ja schließlich u.a. beim Fußball auch.
Sollten sich bei der nächsten, für den 24.Januar 2022 anberaumten Bund-Länder-Konferenz Änderungen ergeben, werden wir umgehend darüber informieren.
Mit karnevalistischen Grüßen
Ihr/Euer
Festkomitee Essener Karneval e.V.